
Johnnie L. Owens
Johnnie L. Owens arbeitet als Community Organizer für die Organisation Centers for New Horizons im historischen Bronzeville-Distrikt in der South Side von Chicago. Mit ihrer Arbeit unterstützen Owens und seine Organisation Bronzeville-Bewohner aus niedrigen und mittleren Einkommensschichten bei ihrem Kampf gegen Rassismus und für mehr soziale, ökonomische und ökologische Gerechtigkeit. Nach dem Abschluss seines Masterstudiums in Stadtgeografie Anfang der 1980er Jahre war Johnnie Owens zunächst in der Kommunalplanung der Stadt Chicago tätig und arbeitete anschließend gemeinsam mit dem heutigen US-Präsidenten Barack Obama als Community Organizer am Developing Communities Project im Chicagoer Roseland-Distrikt. In den Folgejahren setzte sich Owens als Berater für Kommunalentwicklung bei verschiedenen religiösen Einrichtungen weiter für soziale Gerechtigkeit ein und unterrichtete als Lehrbeauftragter an der Chicago State University, wo er Seminare zu den Themen Stadtplanung, Kommunalentwicklung, Geografie sowie zur Jugendgewalt in Großstädten hielt.
Jon Sass
Jon Sass stammt aus New York City und gilt heute als einer der innovativsten und vielseitigsten Tubisten weltweit.
Als wahrer GROOVE MASTER genießt er höchste Anerkennung und hat mit seinem einzigartigen und beseelt-durchdringenden Sound sowohl die Welt des Jazz
wie auch die der Klassik und der Brass-Musik nachhaltig beeinflusst. Seine Musik gleicht einem Regenbogen an Kreativität, wie auf seiner ersten,
vielbeachteten Solo-CD „Sassified“ nachzuhören ist. Jon Sass fühlt sich in mehreren Genres zuhause und hat sowohl in klassischen wie in Jazz-Produktionen
mitgespielt, darunter Wind Symphonies, Big Bands und zahlreiche andere Formationen. Zurzeit ist er als Solokünstler unterwegs, der seine eigenen Stücke
spielt und komponiert. Zu Beginn seiner Karriere gab er außerdem als kultureller Repräsentant der USA Seminare in Ländern wie Russland und Japan, und
bis heute werden seine Kreativitätskonzepte weltweit nachgefragt. Aktuell bietet er ein Seminar namens „Corporate Groove“ für Unternehmen und einen neuen
interaktiven Workshop für Kinder an, beim dem eine Figur namens Sassy the Tuba eine wichtige Rolle spielt.
www.jonsass.com
Cheo Solder
Cheo Jeffery Allen Solder, geboren in Los Angeles, ist Dichter, Dramatiker, Drehbuchautor und Improvisationsmusiker. Nach einer längeren kreativen Pause begann er vor zwei Jahren wieder mit dem Spielen und Schreiben. Sein Hauptanliegen ist es, einer jüngeren Generation das Wissen zu vermitteln, das er aus seinen ausgedehnten Reisen um die Welt und seinem aktiv gelebten Leben gewonnen hat. Soll er sich selbst beschreiben, bezeichnet er sich einfach als „another brother from the ‚Hood‘“. Basierend auf seinen eigenen mitunter schmerzhaften Erfahrungen arbeitet sich Solder durch die Geschichte der Schwarzen und erschafft dabei ein Mosaik, eine purpurrote Rhapsodie, die mehr Jazz ist als Blues und dabei angesichts der Notwendigkeit des Gospel im Jazz und der Spiritualität im Blues doch denkbar alles mit einbezieht. Mit der Gabe eines unnachgiebigen Blicks sucht er nach mitfühlender Gerechtigkeit und tut dies mit der Weisheit eines mit all seinen Gefahren in aller Tiefe gelebten Lebens. Cheo Solder war zuletzt am Boston Playwrights Theatre, am Center for African American Culture, an der Chapel Hill School, bei Buckingham-Brown und Nichols sowie in Woody King’s New Federal Theater zu sehen.
Béatrice Graf
Die Schweizer Schlagzeugerin Béatrice Graf ist eine feste Größe in der Genfer Musikszene und ist in verschiedenen Stilrichtungen wie Jazz, Drum’n’Bass oder experimenteller Musik gleichermaßen zuhause. Sie studierte am Genfer Musikkonservatorium und spielte seitdem in zahlreichen Formationen und auf Festivals in Europa, Afrika und Lateinamerika. „Als richtige Antreiberin erweist sich die Genfer Schlagzeugerin Béatrice Graf. Diese überrascht einerseits mit ihrer irrwitzigen Minidrum-Perkussions-Konstruktion und andererseits mit einem unerhört offenen, äußerst musikalischen Schlagzeugspiel.“ (Thurgauer Zeitung)
Moderation: Carsten Bösel
Carsten Bösel ist zweiter Vorsitzender des Freundeskreises Amerika Haus Berlin e.V. Nach dem Abschluss seines Studiums in Nordamerikastudien, Politikwissenschaft und Publizistik in Berlin und Durham (USA) war er zunächst als Bildungsreferent im Amerika Haus Berlin tätig. Heute arbeitet er selbstständig als Autor, Übersetzer und freier Studienberater und berät Abiturienten, Studierende und Absolventen zu Studien- und Forschungsmöglichkeiten in Nordamerika. Als Übersetzer für Deutsch und Englisch ist er vor allem für Organisationen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen aus dem Bildungssektor tätig. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen die Bände „Studienführer USA“ und „Studienführer Kanada“ (beide herausgegeben vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst, DAAD), sowie „School Choice und Chancengleichheit“, eine Analyse der bildungspolitischen Kontroverse um staatliche Schulgutscheine für einkommensschwache afroamerikanische Familien in den sozialen Brennpunkten vieler amerikanischer Großstädte.