

Der erste schwarze US-Präsident: Ist Martin Luther Kings Traum Wirklichkeit?
Der Einzug des ersten schwarzen Präsidenten ins Weiße Haus hat einige Kommentatoren dazu veranlasst, den Eintritt der USA in ein „post-ethnisches“ Zeitalter zu konstatieren. Der Sieg Obamas zeige, dass Hautfarbe und Herkunft für politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg heute keine Rolle mehr spielten. Mit Ausnahme seiner hochgelobten Grundsatzrede zum Thema „Race“ im März 2008 hat auch Obama selbst es seit dem Beginn seines Präsidentschaftswahlkampfes tunlichst vermieden, seine eigene Hautfarbe oder die Rassenbeziehungen zum Thema zu machen.
Aber wie sieht heute die Realität vieler Afroamerikaner aus, insbesondere in den sozialen Brennpunkten der Großstädte? „America Reloaded“ präsentiert mit Johnnie Owens einen langjährigen Community Organizer, der aus erster Hand von den Schwierigkeiten und Erfolgen der Black Community in der South Side von Chicago berichten und eine glaubwürdige Einschätzung davon geben kann, inwieweit Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit in den USA auch heute noch durch Rassismus und Diskriminierung geschmälert werden.
Künstlerisch bereichert wird das Gespräch durch eine Jazz & Poetry Performance mit dem renommierten Tuba-Solisten Jon Sass und dem Dichter, Dramatiker und Improvisationsmusiker Cheo Solder. Als Duo bieten sie eine Performance, die tief in der Erfahrung der schwarzen Bevölkerung der Vereinigten Staaten wurzelt. Beide Künstler stammen aus urbanen Brennpunkten, in denen sowohl die Probleme wie auch der einzigartige Beitrag der Afroamerikaner zur Kultur und Gesellschaft der USA allgegenwärtig sind. Mit Texten und Poesie, Storytelling und musikalischer Improvisation auf Flöten, anderen Holzblasinstrumenten und natürlich der Tuba kombinieren Sass und Solder ihre beiden Genres zu einem innovativ-organischen Sound, der den Poetry Slam in neue Dimensionen führt.